22.01.2009
Wieviel ist das Netz (uns) wert?
Es gab mal eine Zeit, da hätte sich dotcomtod seinen eigenen Boo schreiben können. Eine Zeit, in der all die irrationalen Höhenflüge endlich beendet schienen. Heutzutage nennen wir diese Zeit spßeshalber New Economy Crash.
Was zeichnete diese Zeit aus? Klare Antwort: Internetdienste die viel zu hoch bewertet waren. Meint: den damaligen Services wurde ein Wert zugesprochen, zu dem es kein Gegenwert gab. Und dann kam irgendein Depp und wollte für sein investiertes Geld was sehen...
Der Rest ist ja bekannt. Allerdings scheinen Menschen nicht unbedingt zu den lernfähigsten Kreaturen zu gehören. Anders könnte ich mir den derzeitigen Hype nicht mehr erklären. Für Youtube, Facebook, StudiVZ und wie sie alle heißen ein paar Milliarden? Kein Ding: immerhin gehts hier um Userdaten, die mitverkauft werden.
Um das Fatale an dem Hype aber richtig zu begreifen, darf man diesmal ruhig auf die privatenHomepagebesitzer t'schuldigung, Blogger schauen. Das in den USA einige wenige Blogs einen sehr hohen Marktwert besitzen, beruht auf dem Fakt, das sie einiges zum politischen Meinungsbild des "einfachen" Mannes beitragen. Barack Obama, der erste Web2.0-Präsident...
Aber in Deutschland? Thomas Schäfer-Gümbel der erste, der wirklich persönlich im Twitter Universum unterwegs war / ist. Mehr als politische Hilfslosigkeit in 140 Zeichen gekackt war's dann aber leider auch nicht. Der beste Politblog in Deutschland dürfte der vom linksliberalen Jens Berger geführte Spiegelfechter sein. Ansonsten Ebbe. Und was ist der Rest wert? Man könnte sich gut ausmalen, das der Springer Verlag einiges dafür ausgeben würde, nur um den Bildblog einmotten zu dürfen. Ansonsten kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass unter den Top 100 Blogs auch nur einer dabei ist, der etwas mehr Wert sein dürfte.
Auch Basic Thinking nicht! Sorry, aber wenn man sich Basic Thinking anschaut, so hat man dort halbgares, dahingerotztes Techiegebabbel und ein wenig, aber dafür nicht ungefährliche, politische Gleichgültigkeit. Trotzdessen war dieser Blog der bekannteste unter allen. Die Motivation von Robert Basic möchte ich gar nicht ergründen, dafür sind seine Preisvorstellungen viel zu interessant. 30.000€! 30.000€ sollten es wenigstens sein, um sich neuer Besitzer von Basic Thinking schimpfen zu dürfen. Und zum Glück für Robert ging das ding für knapp 47.000€ weg. 47.000€ für was? Das Blog? Nö, weder technologisch (Wordpress ist immer noch kostenlos) noch inhaltlich sind da irgendwo 47.000€ versteckt.
Bleiben nur noch zwei Möglichkeiten: die wohlbekannte Domain und der kurzweilige Medienhype: beides könnten Gründe sein für den Käufer. Und für beides wören 47.000€ zu viel. Vor allem der Hype in den Medien sollte zu kurz sein, als das der Käufer (sorry hab den Namen vergessen) länger in Erinnerung bleibt. und basicthinking.de naja, es gibt durchaus eingängigere Domains... Dazumal der Käufer mit seiner inhaltlichen Planlosigkeit gleich einmal beweist, dass das geflossene Geld eine wirkliche Fehlinvestition war.
Und damit wären wir wieder am Anfang des Artikels: wieviel Wert hat basicthinking wirklich? Sind die Milliarden die in Social Networks fließen wirklich gut investiert? Oder bauen wir fleißig an der nächsten Blase? Das der Knall, mit dem uns die jetzigen Illusionen um die Ohren fliegen werden, ein noch größerer wird als beim ersten Mal ist anzunehmen. Denn im Web2.0 wurde jetzt schon mehr Geld versenkt, als beim ersten mal.
Lanu übernehmen sie!
cya
MWi
Was zeichnete diese Zeit aus? Klare Antwort: Internetdienste die viel zu hoch bewertet waren. Meint: den damaligen Services wurde ein Wert zugesprochen, zu dem es kein Gegenwert gab. Und dann kam irgendein Depp und wollte für sein investiertes Geld was sehen...
Der Rest ist ja bekannt. Allerdings scheinen Menschen nicht unbedingt zu den lernfähigsten Kreaturen zu gehören. Anders könnte ich mir den derzeitigen Hype nicht mehr erklären. Für Youtube, Facebook, StudiVZ und wie sie alle heißen ein paar Milliarden? Kein Ding: immerhin gehts hier um Userdaten, die mitverkauft werden.
Um das Fatale an dem Hype aber richtig zu begreifen, darf man diesmal ruhig auf die privaten
Aber in Deutschland? Thomas Schäfer-Gümbel der erste, der wirklich persönlich im Twitter Universum unterwegs war / ist. Mehr als politische Hilfslosigkeit in 140 Zeichen gekackt war's dann aber leider auch nicht. Der beste Politblog in Deutschland dürfte der vom linksliberalen Jens Berger geführte Spiegelfechter sein. Ansonsten Ebbe. Und was ist der Rest wert? Man könnte sich gut ausmalen, das der Springer Verlag einiges dafür ausgeben würde, nur um den Bildblog einmotten zu dürfen. Ansonsten kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass unter den Top 100 Blogs auch nur einer dabei ist, der etwas mehr Wert sein dürfte.
Auch Basic Thinking nicht! Sorry, aber wenn man sich Basic Thinking anschaut, so hat man dort halbgares, dahingerotztes Techiegebabbel und ein wenig, aber dafür nicht ungefährliche, politische Gleichgültigkeit. Trotzdessen war dieser Blog der bekannteste unter allen. Die Motivation von Robert Basic möchte ich gar nicht ergründen, dafür sind seine Preisvorstellungen viel zu interessant. 30.000€! 30.000€ sollten es wenigstens sein, um sich neuer Besitzer von Basic Thinking schimpfen zu dürfen. Und zum Glück für Robert ging das ding für knapp 47.000€ weg. 47.000€ für was? Das Blog? Nö, weder technologisch (Wordpress ist immer noch kostenlos) noch inhaltlich sind da irgendwo 47.000€ versteckt.
Bleiben nur noch zwei Möglichkeiten: die wohlbekannte Domain und der kurzweilige Medienhype: beides könnten Gründe sein für den Käufer. Und für beides wören 47.000€ zu viel. Vor allem der Hype in den Medien sollte zu kurz sein, als das der Käufer (sorry hab den Namen vergessen) länger in Erinnerung bleibt. und basicthinking.de naja, es gibt durchaus eingängigere Domains... Dazumal der Käufer mit seiner inhaltlichen Planlosigkeit gleich einmal beweist, dass das geflossene Geld eine wirkliche Fehlinvestition war.
Und damit wären wir wieder am Anfang des Artikels: wieviel Wert hat basicthinking wirklich? Sind die Milliarden die in Social Networks fließen wirklich gut investiert? Oder bauen wir fleißig an der nächsten Blase? Das der Knall, mit dem uns die jetzigen Illusionen um die Ohren fliegen werden, ein noch größerer wird als beim ersten Mal ist anzunehmen. Denn im Web2.0 wurde jetzt schon mehr Geld versenkt, als beim ersten mal.
Lanu übernehmen sie!
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